Kapitel 7-5: Die Autorität des Priestertums

Es ist wichtig zu beachten, dass die geistliche Atmosphäre jeder Gesellschaft vom Priestertum dieser Gesellschaft geprägt und bestimmt wird, sei es heilig oder unheilig. Warum? Weil Gott den geistlichen Mächten nicht die Autorität gegeben hat, über die Erde zu herrschen; Er hat diese Autorität dem Menschen gegeben (1. Mose 1,28). Die geistlichen Mächte – ob der Finsternis oder des Lichts – haben keine von Gott gegebene Autorität, über die Erde zu herrschen.

Gott hat diese Erde nicht den geistigen Wesen zur Herrschaft gegeben; Er hat den Menschen geschaffen, damit er über die Erde herrschen möge (1. Mose 1,26). Das bedeutet, dass keine Dämonen oder Engel irgendetwas oder irgendwo auf dieser Erde regieren können, ohne die Autorität des Menschen. Damit also eine geistige Macht Autorität im Land ausüben kann, muss der Mensch daran beteiligt sein. Deshalb ist das „Priestertum“ so wichtig.

Der Altar, der am aktivsten und wirksamsten bedient wird – sei er heilig oder unheilig –, wird die Richtung beeinflussen, in die eine Gesellschaft geht. In jedem Aspekt des Lebens in dieser Gesellschaft, sei es Regierung, Wirtschaft, Sport, Unterhaltung, Bildung oder Familienleben, hat das Priestertum die Autorität, den geistlichen Bereich zu beeinflussen, sodass es auch die Denkweise und die Ausrichtung des Landes beeinflusst.

Das Priestertum wird beeinflussen, was in den Einstellungen der Menschen im Land als akzeptabel oder inakzeptabel gilt. Wenn also das heilige Priestertum den Altar des Herrn wirksam bedient, werden die Wünsche, Begierden und Denkweisen der Menschen zu den Wegen Gottes und zum Reich Gottes hingezogen. In diesem Fall wird sich das Volk erheben und sagen: „Das ist hier inakzeptabel“, wenn die Regierung ein Gesetz verabschiedet, das außerhalb der Wege Gottes oder des Reiches Gottes liegt; wenn jedoch das unheilige Priestertum den Altar am wirksamsten bedient, wird das Volk selbst ein heiliges oder gerechtes Gesetz der Regierung ablehnen und sich gegen sie wenden, indem es sie als engstirnig, kontrollierend usw. bezeichnet.

Nicht das Strafgesetzbuch hat die Autorität; das Priestertum, das vorherrscht und den geistlichen Bereich beeinflusst, hat die Autorität, die Richtung, in die sich die Stadt oder Nation bewegt, tatsächlich zu beeinflussen. Welches Priestertum auch immer seinen Altar am wirksamsten bedient, trägt dazu bei, festzulegen, was akzeptabel und was inakzeptabel ist, was zu einem unausgesprochenen Kodex wird, den die Gesellschaft schließlich akzeptiert.

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