Kapitel 7-6: Das herrschende Priestertum beherrscht das Land

Denn wenn das Priestertum verändert wird, so muss notwendigerweise auch eine Änderung des Gesetzes erfolgen.

Hebräer 7:12 (Schlachter 2000)

Derjenige, der am Altar dient, hält den Schlüssel zu dem, was sowohl in der physischen als auch in der geistigen Welt geschehen wird. Daher dient der Priester, der am Altar steht, nicht nur sich selbst, sondern öffnet ein geistiges Tor. Er bringt die physische Welt in Einklang mit dem Gesetz des Lebens, das im geistigen Reich gilt.

Jesus lehrte uns zu beten: „Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name“ (Mt 6,9) und zeigte uns damit, dass der heilige Priester dafür sorgt, dass Herrlichkeit, Lob, Ehre und Unterwerfung von der Erde hinauf in den Himmel im geistlichen Reich strömen. Dann fährt er fort: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“ (Mt 6,10). Lass Deine Autorität, Deine Herrschaft und Deine Lebensordnungen aus der geistlichen Welt auf die Erde herabkommen.
Der Priester bewirkt, dass der Wille Gottes auf Erden so etabliert wird, wie er bereits im Himmel etabliert ist.

Was ist der Wille Gottes? Es ist Gottes Gesetz des Lebens, der Lebenskodex im Reich Gottes. Es ist das, was Gott sagt, was in der Anbetung, in der Ehe, in der Familie, in der Wirtschaft, in der Regierung, in der Bildung und in allen Lebensbereichen geschehen soll. Der Wille Gottes ist der geistliche Lebenskodex im Himmel und im himmlischen Reich.

Denke daran, dass alles, was auf der Erde geschieht, durch den Lebenskodex in der geistlichen Atmosphäre bestimmt wird; wenn also das Priestertum im Land gottesfürchtig und heilig ist, wird ein heiliger Einfluss in die Gesellschaft einziehen. Herrlichkeit, Ehre, Unterwerfung und Majestät werden von der Erde zum Herrn der Heerscharen ausgehen. Die Gesellschaft wird Gott ehren, verherrlichen und danach streben, ihm zu gefallen.

zu Kapitel 7-7:

Übersicht