Kapitel 2: Baue mir einen Altar

Das Kapitel beginnt mit Gottes Klage aus Hesekiel 22,30: Er sucht jemanden, der in die Bresche tritt, um das Land vor dem Gericht zu bewahren – findet aber niemanden. Diese biblische Diagnose wird auf die heutige Welt übertragen. Die Nationen erleben eine Häufung von Naturkatastrophen, wirtschaftlicher Instabilität, moralischem Verfall und wachsender Gewalt. Familienstrukturen brechen auseinander, Scheidungen nehmen zu, psychische Erkrankungen steigen, und sexuelle Orientierung und Identität werden zunehmend verzerrt. Besonders die Pornografieindustrie trägt massiv zu dieser Entwicklung bei, wie erschreckende Statistiken belegen.

Parallel dazu nehmen weltweit politische Unruhen, Terrorismus und Kriegsgefahr zu. Die globale Finanzkrise hat viele Länder in Not gestürzt. Gleichzeitig verlieren christliche Werte an Einfluss, während Säkularismus, Humanismus und der Islam wachsen. In Europa schließen Kirchen, werden verkauft oder umgewidmet, und die Kirche verliert zunehmend ihre moralische Autorität. Viele Gläubige leben kompromissbereit, und die Kirche wirkt kraftlos.

Diese Entwicklungen entsprechen biblischen Zeichen eines beginnenden Gerichts über die Nationen. Die Finsternis nimmt zu, und Gott ruft Sein Volk dazu auf, eine geistliche Atmosphäre zu schaffen, in der Er eingreifen, reinigen und heilen kann.

Der Text führt dann zur Geschichte Davids aus 2. Samuel 24 und 1. Chronik 21. David ließ sein Heer zählen – ein Akt des Misstrauens gegenüber Gott. Dies führte zu einer göttlichen Strafe: einer dreitägigen Pest, die 70.000 Menschen tötete. Als David die verheerenden Folgen sah, erkannte er seine Schuld und flehte um Gnade. Gott stoppte den Engel des Gerichts, doch erst als David den Engel sah, wurde ihm das Ausmaß des drohenden Unheils bewusst.

Der Text betont: Auch wir erkennen das Gericht nur, wenn Gott uns die Augen öffnet. Und selbst wenn wir es sehen, weicht das Gericht nicht automatisch – es bleibt stehen, bis Menschen beginnen, zu beten und Raum für Gottes Eingreifen zu schaffen. Gott sucht Menschen, die „in die Bresche treten“, damit Er Barmherzigkeit üben kann.

Gott fordert David schließlich auf, einen Altar zu bauen. Erst durch diesen Akt des Gehorsams wird die Plage vollständig beendet. Der Altar steht symbolisch für die Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott. Ebenso müssen wir heute geistliche Altäre errichten – Orte der Hingabe, des Gebets und der Anbetung –, damit Gott dauerhaft wirken und das Gericht aufhalten kann.

Der Text kündigt an, dass die folgenden Kapitel zeigen werden, wie Gott Abraham lehrte, das Land durch ein Netzwerk von Altären in Besitz zu nehmen, und wie diese Strategie in Uganda zu einer nationalen geistlichen Erneuerung führte.

weiter zu Kapitel 3

Zur Übersicht