Uganda hat eine lange Geschichte von Gewalt, politischer Instabilität und Leid. Zwischen 1962 und 1986 erlebte das Land zehn Präsidenten, zahlreiche Militärputsche, blutige Kriege und schließlich die verheerende AIDS‑Pandemie. Ab 1995 begann jedoch eine Phase positiver Veränderungen, die viele als Wirken Gottes deuteten. Doch ab 1998 breitete sich erneut Dunkelheit aus, und die geistliche Dynamik schien zu erlahmen. Die ganze Nation spürte den Ruf nach Veränderung, wusste aber nicht, wo die Lösung lag.
Die Kirche erkannte, dass Uganda sich geistlich auf einem gefährlichen Weg befand — ähnlich wie im biblischen Beispiel Davids, über dessen Nation der Engel des Gerichts das Schwert ausstreckte. Auch über Uganda schien ein solches Gericht zu hängen, besonders sichtbar in der AIDS‑Krise. Die WHO meldete Ende der 1980er Jahre erschütternde Zahlen: 36 % HIV‑Prävalenz, und die Prognose, dass bis zum Jahr 2000 ein Drittel der Bevölkerung sterben würde. Da kein menschlicher Führer für diese Katastrophe verantwortlich war, suchte die Kirche Gottes Antwort.
In dieser Zeit offenbarte Gott, dass nicht politische Führer der eigentliche Feind seien, sondern der Teufel, der durch verschiedene Mittel — Diktatoren, Kriege, Krankheiten — versuchte, Uganda zu zerstören. Gott zeigte der Kirche, dass sie ihren geistlichen Feind nicht erkannt hatte und dass sie eine Atmosphäre schaffen müsse, in der Gott eingreifen könne.
Während einer langen Phase des Gebets erhielt John Mulinde eine Vision: Er sah sich mit anderen Leitern am Lake Victoria ein Netz auswerfen. Es war zu schwer, um es allein einzuholen. Gott sprach: „Der Fang ist zu groß für eine einzelne Kirche. Ruf alle zusammen.“ Menschen aus vielen Denominationen kamen, jeder mit einem Seil, und gemeinsam zogen sie das Netz heraus. Statt Fischen befand sich darin ein Felsen in Form der Karte Ugandas. Gott erklärte: „Gib mir ein Netz, und ich werde deine Nation aus den stürmischen Wassern ziehen.“
Dieses „Netz“ bedeutete ein landesweites Netzwerk vereinter Gebete — über Denominationsgrenzen hinweg. Gott betonte, dass jede Kirche eine besondere Salbung trägt und dass nur die Einheit des gesamten Leibes Christi die geistliche Macht hat, die über Uganda herrschende Finsternis zu brechen.
Gott führte weiter aus, dass dieses Netz aus vielen „Knoten“ bestehen müsse — Gebetsaltären. Jeder Christ solle persönlich beten, Familien sollten gemeinsam beten, Kirchen und Arbeitsplätze sollten Orte des Gebets werden. Diese Altäre würden Gott „legalen Boden“ geben, um im Land zu wirken. Gott erinnerte an Abraham, der das Land einnahm, indem er überall Altäre errichtete und den Namen des Herrn anrief.
Die Christen Ugandas begannen, im ganzen Land solche Altäre aufzubauen — in Häusern, Dörfern, Schulen, Büros und Kirchen. Dadurch entstanden geistliche Öffnungen, durch die Gottes Gegenwart in die Gesellschaft eindringen konnte. Die Finsternis, die wie eine Decke über dem Land lag, wurde durch viele kleine „Durchstiche“ der Fürbitte perforiert, bis sie schließlich aufbrach.
Über die Jahre veränderte sich die geistliche Atmosphäre Ugandas tiefgreifend:
- Die AIDS‑Rate sank von 36 % auf 6 %.
- Korruption ging stark zurück.
- Die Regierung wurde stabiler und gerechter.
- In allen Bereichen der Gesellschaft entstanden Gebetsaltäre.
- Die Einheit der Christen wuchs.
Auch nach 20 Jahren brennen diese Altäre weiter und halten den Himmel über Uganda offen. Die Autoren betonen, dass Gebetsaltäre mächtig sind: Sie können Finsternis zurückdrängen, Gesellschaften verändern, Gottes Gegenwart anziehen und sogar drohendes Gericht abwenden. Sie sind entscheidend, um eine Ernte von Gerechtigkeit und Frieden hervorzubringen.
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