Hier ist eine Zusammenfassung von Kapitel 10: „We Draw His Presence by Saturating in the Word“:
Kapitel 10 betont, dass Gottes Gegenwart besonders dadurch angezogen wird, dass Gläubige sich tief und dauerhaft mit dem Wort Gottes sättigen. Der Autor beginnt mit Josua 1,7–8: Josua sollte stark und mutig sein, indem er das Gesetz Gottes nicht von seinem Mund weichen lässt, sondern Tag und Nacht darüber nachsinnt. Daraus leitet das Kapitel ab, dass Gottes Wort nicht nur gelesen, sondern innerlich aufgenommen, bewegt, ausgesprochen und zum prägenden Zentrum des Denkens, Redens und Handelns werden soll.
Der Text beschreibt die enorme Bedeutung des Wortes Gottes: Durch Gottes Wort wurde die Welt geschaffen, durch sein Wort wird alles erhalten, und durch sein Wort kommen Leben, Wahrheit, Weisung und Gericht. Das Wort Gottes ist lebendig, wirksam, von Gott eingegeben und offenbart Gottes Wesen, Wege, Charakter, Werte und Absichten. Deshalb soll es nicht eine Randrolle im Leben des Gläubigen einnehmen, sondern Mittelpunkt des persönlichen Altars sein.
Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Aufforderung, das Wort Gottes nicht nur oberflächlich oder in kleinen „Snacks“ zu lesen. Viele Christen, so der Autor, lesen einzelne Lieblingsstellen, vermeiden schwierige Bücher und verstehen dadurch den großen Zusammenhang der Bibel nicht. Stattdessen sollen Gläubige große Abschnitte und möglichst die ganze Bibel wiederholt lesen, um die „große Geschichte“ Gottes zu erkennen. Erst dieser Gesamtzusammenhang schützt davor, einzelne Verse aus dem Kontext zu reißen und falsch auf das eigene Leben anzuwenden.
Das Kapitel unterscheidet zwischen Lesen, Studieren, Meditieren und Memorieren. Am Anfang steht besonders das schlichte Lesen großer Bibelabschnitte, um die Geschichte Gottes von Genesis bis Offenbarung zu erfassen. Danach folgt tieferes Meditieren: Der Leser soll im Wort nach Gott selbst suchen – nach seinem Herzen, seiner Heiligkeit, seiner Treue, seiner Geduld, seiner Macht und seinen Wegen. Dabei soll man sich nicht nur intellektuell mit dem Text beschäftigen, sondern das Herz einbeziehen und sich von dem, was man über Gott erkennt, innerlich bewegen lassen.
Ein zentrales Anliegen ist die Haltung beim Bibellesen. Der Autor fordert dazu auf, mit Demut, Hunger und Ehrfurcht zur Bibel zu kommen – nicht so, als kenne man Gott bereits, sondern wie ein Kind oder Schüler, der Gott wirklich kennenlernen möchte. Die Bibel soll nicht nur Material für Lehre, Problemlösung oder persönliche Anwendung sein, sondern vor allem ein Ort der Begegnung mit Gott. Der Heilige Geist, der eigentliche Autor der Schrift, soll dabei als Lehrer und Offenbarer gesucht werden.
Das Kapitel zeigt außerdem, dass das Wort Gottes Ehrfurcht, Anbetung und Glauben hervorbringt. Wer im Wort erkennt, dass Gott durch sein Wort Himmel und Erde geschaffen, das Meer geteilt, Jericho gestürzt und seine Verheißungen erfüllt hat, wird Gottes Reden ernster nehmen. Dadurch entsteht ein Herz, das schneller „Ja, Herr“ sagt, weniger mit Gottes Wort argumentiert und mehr Vertrauen in Gottes Macht und Treue gewinnt.
Der Autor verbindet das Sättigen im Wort eng mit Lobpreis und Gebet. Wenn das Herz durch Gottes Wort von Gottes Größe erfüllt wird, fließt daraus Anbetung. Diese Anbetung wiederum führt zu tieferem Gebet. Statt zuerst aus Angst, Problemen und Mangel zu beten, lernt der Gläubige, Gottes Namen und Wesen über seinen Situationen auszurufen. Dadurch bekommen Probleme eine andere Perspektive: Sie erscheinen kleiner im Licht der Größe Gottes.
Ein praktischer Teil des Kapitels fordert dazu auf, bewusst Zeit für das Wort Gottes zu schaffen. Der Autor empfiehlt, täglich große Abschnitte zu lesen – zum Beispiel fünf bis zehn Kapitel –, Bibeltext und menschliche Kommentare zu unterscheiden und auch dann weiterzulesen, wenn man nicht alles versteht oder keine Freude daran empfindet. Mit der Zeit wird das Wort im Inneren lebendig, gibt Weisheit, stärkt den Glauben, beruhigt die Seele und macht standhaft.
Am Beispiel Ugandas beschreibt das Kapitel, wie Gott die Christen dort lehrte, zur Bibel zurückzukehren, als ob sie Gott noch nicht kennen würden. Sie sollten die Schrift wiederholt von Anfang bis Ende lesen, Gottes Wesen darin entdecken, darüber meditieren und aus dieser Erkenntnis heraus loben, anbeten und beten. Diese Praxis wurde als Grundlage dafür verstanden, einen starken geistlichen Altar aufzubauen und Gottes Gegenwart tiefer zu erleben.
Zum Schluss fasst das Kapitel zusammen: Gebet allein wird Nationen nicht verändern, wenn Gottes Volk nicht zum Wort Gottes zurückkehrt. Das Wort führt zur Erkenntnis Gottes, die Erkenntnis Gottes führt zu Anbetung, und aus Anbetung entsteht tiefes, wirksames Gebet. Wer sich im Wort sättigt, wird selbst zu einem würdigen Altar, von dem Gott wohlgefälliger „Weihrauch“ aufsteigt.
Kernaussage:
Kapitel 10 lehrt, dass Gottes Gegenwart durch ein Leben angezogen wird, das vom Wort Gottes durchdrungen ist. Christen sollen die Bibel nicht nur gelegentlich lesen, sondern sich täglich und tief darin sättigen, Gottes Wesen darin erkennen, daraus Lobpreis und Anbetung entwickeln und so einen starken Gebetsaltar aufbauen, der ihr persönliches Leben, ihre Familie, Gemeinde und Umgebung verändert.
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