Kapitel 6-1: Gottes ursprüngliche Absicht

Gottes ursprüngliche Absicht war es, dass der Mensch in seiner Gegenwart und in seiner Bundesbeziehung zu ihm leben sollte; dass der Mensch in innerer Einheit mit dem Geist Gottes und in einer äußeren Atmosphäre der Gegenwart Gottes leben sollte (Gen 1–2).

Durch den Sündenfall ging die Einheit mit Gott verloren, und der Mensch entwickelte das, was die Bibel als „sündige Natur“ bezeichnet, die in Feindschaft zu Gott steht. Der Mensch ist nicht mehr in der Lage, Gott zu gefallen, und befindet sich im Krieg mit dem Geist Gottes. Das bedeutet, dass selbst ein Mensch, der sich selbst für „gut“ hält, niemals Gottes Willen erfüllen kann, weil die menschliche/sündige Natur dazu nicht in der Lage ist. Der einzige Weg, wieder in Gottes Willen zu gelangen, besteht darin, unsere Wege zu bereuen und Jesus Christus als unseren persönlichen Erlöser anzunehmen.

Wiedergeborene Menschen haben das neue Leben Christi empfangen. Sie können nun das vertauschte Leben erfahren, das in ihr Herz gekommen ist. Eine Verbindung zu Gott und die Fähigkeit, den Lebensstrom Gottes zu empfangen, sind hergestellt worden. Wenn ein Gläubiger sich jedoch dafür entscheidet, nach dem Fleisch zu leben, versäumt er es, dieses Leben mit Gott zu erfahren.

Die Bibel sagt, dass Freundschaft mit der Welt und Fleischlichkeit Tod und Feindschaft mit Gott bedeuten (Röm 8,5-9; Jak 4,4). Wenn wir uns dafür entscheiden, geben wir die Freundschaft mit dem Herrn auf und geben dem Feind die rechtliche Grundlage, Krieg gegen uns zu führen. Wir leben dann unterhalb der Fülle und Seligkeit dessen, was Gott uns geben wollte.

— auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt;

Epheser 2:1-2 (Schlachter 2000)

Gott hat vorgesehen, dass wir in der allgegenwärtigen Gegenwart seines Heiligen Geistes leben, so wie Fische im Wasser leben. Doch aufgrund der Sünde haben wir diese gesegnete Gegenwart, diese gesegnete Hülle Gottes, verloren und sind dem Feind und der Gegenwart der Mächte der Finsternis ausgesetzt, die über die Welt umherstreifen und überall nach Menschen suchen, die sie beeinflussen können (1 Petr 5,8). Wir mögen zwar das Leben Christi haben, doch wenn wir gemäß unserer gefallenen Natur/dem Fleisch leben, geben wir den geistlichen Mächten der Finsternis einen rechtlichen Grund, uns zu behindern und negativ zu beeinflussen.

Kapitel 6-2:

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