Prayer Altars Abschnitt 1 Kapitel 5

Kapitel 5 („What Is an Altar?“):

Kapitel 5 erklärt, was ein Altar im biblischen und geistlichen Sinn bedeutet. Der Autor macht deutlich, dass ein Altar nicht mit einer einzigen Definition erfasst werden kann, sondern aus mehreren Blickwinkeln verstanden werden muss.

Zuerst wird ein Altar als geistliches Tor beschrieben. Anhand von Jakobs Traum in Bethel wird gezeigt, dass ein Altar einen Ort geistlich öffnen kann, sodass Gottes Gegenwart, Stimme und Wirken erfahrbar werden. Abraham hatte dort zuvor einen Altar gebaut, wodurch laut Text ein geistlicher Durchbruch entstand, von dem später auch Jakob profitierte. Im Neuen Testament wird dieses Bild auf Jesus übertragen: Durch ihn wird das offene Himmelreich dauerhaft zugänglich.

Dann betont das Kapitel, dass der Altar im Neuen Testament vor allem im Herzen des Menschen liegt. Während Altäre im Alten Testament oft an konkrete Orte gebunden waren, ist der Gläubige selbst heute ein „lebendiger Stein“ und ein Tempel Gottes. Der eigentliche Altar ist ein Herz, das Gott liebt, gehorcht, sich ihm hingibt und seine Gegenwart in sich wohnen lässt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist, dass ein Altar eine Priorität im Leben sein muss. Beispiele wie Ezra, Daniel, Jesus, Paulus und die Apostel zeigen, dass Zeiten des Gebets und der Gemeinschaft mit Gott bewusst eingeplant und geschützt wurden. Es geht nicht darum, Gott nur die übrige Zeit zu geben, sondern ihn an erste Stelle zu setzen.

Das Kapitel unterscheidet außerdem zwischen gewöhnlicher Gebetszeit und einem Gebetsaltar. Ein Gebetsaltar ist nicht nur das Erfüllen geistlicher Übungen wie Bibellesen oder Beten, sondern zielt darauf, Gottes Gegenwart wirklich zu begegnen, Finsternis zu durchbrechen und in tiefe Gemeinschaft mit Gott zu kommen. David, Jesus und Petrus werden als Beispiele für solche intime Gemeinschaft mit Gott genannt.

Weiter wird der Altar als Ort des Opfers beschrieben. Im Alten Testament wurden Tiere geopfert; im Neuen Testament bringen Gläubige sich selbst als „lebendiges Opfer“ dar. Diese Hingabe geschieht nicht aus eigener Würdigkeit, sondern auf Grundlage des Opfers Jesu Christi. Weil Jesus durch seinen Tod den Zugang zu Gott geöffnet hat, können Menschen ihr Leben in Vertrauen, Gehorsam und völliger Hingabe Gott überlassen.

Ein wichtiger letzter Aspekt ist das Bild des ständigen Feuers. Wie im Alten Testament das Feuer auf dem Altar nicht erlöschen durfte, sollen Gläubige heute das geistliche Feuer in ihrem Herzen bewahren. Das bedeutet, den ganzen Tag über mit Gott verbunden zu bleiben, negative Gedanken, Angst, Druck oder Versuchungen vor ihn zu bringen und das Herz immer wieder neu auf ihn auszurichten.

Zum Schluss berichtet das Kapitel von Erfahrungen aus den USA: Familien, die begannen, regelmäßige Gebetsaltäre aufzubauen, erlebten Veränderungen in ihrer Atmosphäre, ihren Beziehungen, im Verhalten der Kinder und im geistlichen Hunger der Familie. Der Autor beschreibt, dass Gebetsaltäre Familien schützten, erneuerten und zu Orten von Gottes Gegenwart machten.

Kernaussage:
Ein Altar ist ein Lebensstil der Hingabe an Gott: ein geistliches Tor, ein Gott hingegebenes Herz, eine bewusste Priorität, ein Ort tiefer Gemeinschaft, ein Platz des Opfers und ein Feuer, das ständig gepflegt wird. Dadurch kann Gottes Gegenwart das persönliche Leben, Familien und ganze Umgebungen verändern.

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