Kapitel 11-7: Das Opfer wird täglich zum Altar gebracht

Die Heilige Schrift fordert uns auf, die Leidenschaften und Begierden unserer fleischlichen Natur zu kreuzigen. Sie verwendet Worte, die uns gebieten, unsere fleischlichen Begierden „abzulegen“ und „abzutöten“. Die in der Bibel verwendeten Worte sind stark und fordernd; sie sagen uns, dass wir unsere irdische Natur ausrotten und ihr sterben und die Begierden unseres Fleisches ein für alle Mal ablegen sollen (Röm 6,6-11). In Wirklichkeit geht unser Fleisch jedoch mit unserer fleischlichen Natur nicht durch Ausrotten oder Abwerfen um, sondern durch Unterdrücken, Verbergen, Leugnen, Vortäuschen und Beschönigen unserer fleischlichen Begierden.

Wenn du den Lebensstil eines Altars aufbaust und festigst, indem du regelmäßig in die Gegenwart Gottes kommst, wird dir der Unterschied zwischen dem, was von dieser Welt ist, und dem, was vom Reich Gottes ist, immer deutlicher werden. Du wirst den Unterschied erkennen zwischen dem Leben in Christus, das in dir ist – diesem wunderschönen Leben, das Christus dir durch sein Opfer geschenkt hat – und dem Leben deiner fleischlichen Natur. Je mehr Zeit du am Altar verbringst, desto mehr wirst du die Realität dieses Lebens in Christus erkennen. Gleichzeitig wirst du beginnen, die alte Natur, dein altes Leben, zu erkennen und zu sehen, dass es elend, blind, erbärmlich und rebellisch gegenüber den Dingen Gottes ist.

Wenn du Zeit am Altar verbringst, wirst du erkennen, dass diese Dinge beiseite gelegt werden müssen. Und wenn du kommst, um den Herrn anzubeten, in seine Gegenwart einzutreten, ihn zu suchen und Zeit in tiefer Hingabe vor ihm zu verbringen, wirst du auch erkennen, dass er dich dazu aufruft, ihm immer näher zu kommen, du es dir aber schwer tust, diesen Weg zu gehen. Diese fleischlichen Dinge klammern sich an dich und lassen dein Herz zurückschrecken, sodass du nicht in der Lage bist, ganz dorthin zu gehen, wo Gott dich haben möchte. Du wirst erkennen, dass du die fleischlichen Begierden deiner fleischlichen Natur loslassen musst, damit du mit Gott weiter voranschreiten kannst.

Du wirst zum Beispiel erkennen, dass du Ihm vertrauen und deine Ängste hinter dir lassen musst, wenn du in die Tiefen vordringen willst, zu denen Er dich ruft. Und aus diesem Ort des Verständnisses heraus, aus dieser göttlichen Weisheit, die du empfangen hast, als du vor dem Herrn warst, legst du diese fleischlichen Dinge als lebendiges Opfer auf den Altar. Du wirfst sie ab und gibst sie auf, weil du mit Gott immer weiter und tiefer gehen willst.

Am Altar wirst du oft eine natürliche Reaktion erleben – eine von Liebe getriebene Antwort –, die kommt, wenn du Ihn anbetest, Seinen Namen heiligt und in der Realität dessen versinkst, wer Er ist, was Er getan hat und was Er dir versprochen hat. Du wirst nicht einmal versuchen, dies zu erzwingen; du wirst einfach Worte der Hingabe aussprechen, um dich vor dem Herrn in einer Haltung der Unterwerfung unter Seinen Heiligen Geist niederzulegen. Du wirst Worte der Hingabe an Ihn sprechen, denn das sind die Worte der Anbeter: Du wirst anfangen, nachzugeben, dich hinzugeben. Mit der Zeit wirst du erkennen, dass dein Herz am Altar dem Heiligen Geist hingegeben bleibt. Ohne den Altar verhärten sich unsere Herzen, und wir werden selbstsüchtig. Unsere menschliche Natur erhebt sich, und wir werden stur, rebellisch und gefühllos gegenüber den Dingen Gottes.

Je mehr wir die Realität Gottes berühren, desto mehr vertrauen wir Ihm. Je mehr wir Ihm vertrauen, desto mehr geben wir uns Ihm hin. Je mehr wir uns Ihm hingeben, desto weniger wollen wir die Kontrolle über unser eigenes Leben; wir übergeben es ganz und gar Gott. Und je tiefer Er uns in die Hingabe führt, desto tiefer führt Er uns in das Leben in Christus und Seine Salbung.

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